Geschäftsbericht | 2015 Navigation öffnen

Konjunktur: Weltlage dämpfte den Optimismus

2015 war ein gutes Jahr für die heimischen Unternehmen: Die Wirtschaft in Köln und der Region knüpfte zu Beginn des vergangenen Jahres an die positive Entwicklung des Vorjahres an. So erklärten die Unternehmen in der Konjunkturumfrage im Frühjahr, dass sie mit der Situation zufrieden sind. Wenig optimistisch nahmen sich aber die Erwartungen der Befragten aus – zu unsicher erscheint das Markt-Umfeld in einer Welt, die aus den Fugen geraten zu sein scheint. Besonders der Ukraine-Konflikt hat die Unternehmen verunsichert – und nicht wenigen einträgliche Geschäftsbeziehungen gekostet. Im weiteren Jahresverlauf erwiesen sich aber nicht zuletzt der niedrige Ölpreis, die stabile Binnenkonjunktur und die Schwäche des Euro als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung, sodass sich die Ertragssituation der Unternehmen auch im Herbst auf einem guten Niveau befand. Derweil offenbarte die KMU-Konjunkturumfrage im Sommer 2015, dass auch kleine und mittlere Unternehmen vom Aufschwung profitierten. Sie wiesen ein solides Wachstum nach. Die Sorge um die Zukunft des Euroraums, die ungelösten Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die betrübliche Entwicklung der BRIC-Staaten führen aber dazu, dass die Unternehmen in der Region weiterhin mit einer gewissen Skepsis in die Zukunft blicken. 

Konjunkturbarometer Rheinland

Gute Geschäftslage, stabile Entwicklung der Wirtschaft im Rheinland

Im gesamten Rheinland erfreuten sich die Unternehmen im vergangenen Jahr weiterhin einer überdurchschnittlich guten Geschäftslage – das ergab im Herbst die Konjunkturumfrage der sieben Industrie- und Handelskammern in der Metropolregion Rheinland. Als Treiber für die gute Entwicklung erwiesen sich dabei die solide Binnenkonjunktur, der niedrige Ölpreis und das Niedrigzinsumfeld. Die Exportwirtschaft profitierte zudem von der Schwäche des Euros. Risiken für die Zukunft birgt in nicht wenigen Branchen ein Mangel an Fachkräften.

Exportbarometer

Trotz Rückgang: Export bleibt wichtig

Der Export ist eine der wichtigsten Stützen der Wirtschaft in der Region. Der IHK-Bezirk Köln hat im Vergleich mit anderen deutschen Region eine überdurchschnittlich hohe Außenwirtschaftsquote und einen Exportumsatz von rund 225.000 Euro je Beschäftigten (2014) in der Industrie. Gleichwohl hat sich der Ausblick der heimischen Exportwirtschaft im vergangenen Jahr eingetrübt – nach der Jahreswende 2014/15 sind die Exporterwartungen stark gesunken und die tatsächliche Exportintensität ist leicht zurückgegangen.

Die schwelende Krise des Euroraums, die gedämpfte Entwicklung der BRIC-Staaten, aber auch die globalen politischen Krisen im Nahen Osten und der Ukraine haben einen negativen Einfluss auf die Exportentwicklung des Rheinlandes. Dennoch bleibt der Außenhandel natürlich im Fokus der Unternehmen im Kammerbezirk, weiterhin von besonderer Bedeutung sind hierbei die EU-Staaten und China, das trotz schwächelnder Konjunktur immer wichtiger wird.