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Zum Tod von Alfred Neven DuMont

Der Kölner Verleger der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und Ehrenpräsident der IHK Köln, Alfred Neven DuMont starb am 30. Mai 2015 im Alter von 88 Jahren. Die Industrie- und Handelskammer zu Köln trauerte um den herausragenden Unternehmer und engagierten Verfechter der wirtschaftlichen Selbstverwaltung, der sich als Präsident der IHK Köln und als späterer Ehrenpräsident intensiv für die rheinische Wirtschaft einsetzte.

Die Mitglieder der Vollversammlung, das Präsidium, die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren einen versierten Ratgeber, der bis kurz vor seinem Tod an der Arbeit der IHK Köln regen Anteil nahm.

Alfred Neven DuMont war von 1990 bis 1998 Präsident der IHK Köln. 1989 wurde er Mitglied der Vollversammlung. Die Familie Neven DuMont stand stets in enger Verbindung zur IHK Köln. Alfred Neven DuMonts Großonkel Dr. Josef Neven DuMont war von 1909 bis zu seinem Tod 1915 ebenfalls Präsident.

Der Beginn der Präsidentschaft von Alfred Neven DuMont war geprägt durch die deutsche Wiedervereinigung. Nicht nur als Unternehmer, sondern auch als IHK-Präsident setzte er sich für die Umgestaltung der Wirtschaft in den neuen Ländern ein. So wurden die neugegründeten IHKs in Leipzig und Halle durch die Kölner IHK anfangs beraten. Nach der Entscheidung für Berlin als Parlaments- und Regierungssitz war Neven DuMont einer der maßgeblichen Mitgestalter des regionalen Zusammenschlusses im Rheinland. Er war Mitgründer des Vereins der Wirtschaftskammern für die Regio Rheinland, dem er 1996 bis 1998 auch als Vorsitzender vorstand. Er setzte sich vehement für die Zusammenarbeit aller Partner in der Region ein. Neven DuMont galt als aktiver Wirtschaftsförderer, der die Kölner Wirtschaft im Strukturwandel begleitete und der sich für neue Ansiedlungen sowie Entwicklungen neuer Wirtschaftsbranchen einsetzte.

Nach Ablauf seiner Amtszeit wurde er 1998 zum Ehrenpräsidenten der IHK Köln gewählt. Auch in dieser Funktion war er an den Geschicken der IHK Köln interessiert, meldete sich in den Vollversammlungen zu Wort und war bei vielen Gelegenheiten ein gefragter Ratgeber, der seine Erfahrungen gerne an die nachfolgenden Generationen weitergab. Seine Verbundenheit zur IHK Köln brachte er oft ein, mit Taten wie mit Worten. Ihm selbst war die IHK-Präsidentschaft stets ein wichtiges Amt, das ihm sehr am Herzen lag. Diese Verbundenheit erlebte die IHK Köln kontinuierlich bis in die jüngste Zeit.